Philosophie

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< Harmonie ist kein statischer Zustand, sondern das Ergebnis unseres Strebens nach Integration und Ausgleich sowohl in uns, als auch in unserem sozialen Umfeld. Harmonie in uns verlangt einen wachen und bewussten Ausgleich unserer teilweise widersprüchlichen seelischen Impulse und führt zu größerer Gelassenheit und Zufriedenheit. Harmonie in unserer sozialen Umgebung verlangt eine Balance von gesunder Selbstbehauptung mit respektvoller Anerkenntnis der Bedürfnisse und Rechte unserer Mitmenschen. Innere und äußere Harmonie sind voneinander abhängig und müssen immer wieder neu aufeinander abgestimmt werden. Wenn dies nicht gelingt, kommt es entweder zu individueller Egozentrik auf Kosten der sozialen Harmonie oder zu verhärteten sozialen Strukturen auf Kosten individueller Selbstverwirklichung und Lebensfreude.

 

 

< Stärke ohne Streben nach Selbstverwirklichung und sozialem Frieden wird allzu leicht destruktiv. Wohlmeinendes Streben nach Selbstverwirklichung und Frieden ohne ein gewisses Maß an Stärke und Durchsetzungsfähigkeit bleibt weitgehend machtlos. Auch wenn die vielen verschiedenen Aspekte von Stärke (Fähigkeiten, Kompetenzen) sehr ungleichmäßig verteilt scheinen, kann jeder mit seinem individuellen Potenzial und individuellem Wachstum arbeiten. Die dazu nötigen Qualitäten wie Ausdauer, Geduld, Einsatzbereitschaft, Hingabe können trainiert werden. Die Kampfkünste stellen ein mögliches Feld zum systematischen Training dieser Qualitäten dar und können damit zum Wachstum von Stärke, Mut und Harmonie beitragen.

 

 

< Mut Harmonie kann nur entstehen, wenn der Mut besteht, sich mit innerseelischen und sozialen Konflikten offensiv und produktiv auseinander zu setzen. Pseudoharmonie, in welcher der Mut zu dieser Konfrontation fehlt, erstickt alle Kreativität und macht krank. Ohne den Mut zur Introspektion ist keine ganzheitliche Selbsterfahrung und damit keine Selbstverwirklichung möglich. Ohne den Mut zur Selbstbehauptung im sozialen Umfeld ist auf Dauer kein faires oder gar liebevolles Sozialverhalten möglich. Statt dessen kommt es dann zu Unterdrückung und Ausbeutung und zur Ausbildung von Opfer- und Täterrollen.

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